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Redesign-Erfolg messbar machen: 8 klare KPIs
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Redesign-Erfolg messbar machen: 8 klare KPIs

Redesign-Erfolg messbar machen: Klare Ziele, passende KPIs und echte Nutzersignale zeigen, ob Ihre neue Website sichtbar mehr Anfragen und Umsatz bringt.

Raphael BognerRaphael Bogner · Founder

Eine neue Website kann modern aussehen, schneller laden und trotzdem wirtschaftlich kaum etwas verändern. Genau deshalb sollte man den Redesign-Erfolg messbar machen, bevor das erste Layout freigegeben wird. Sonst wird am Ende über Geschmack diskutiert, obwohl es um Anfragen, Vertrauen, Sichtbarkeit und Zeitgewinn gehen sollte.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist ein Redesign kein reines Designprojekt. Es ist eine Investition in den digitalen Auftritt. Die entscheidende Frage lautet daher nicht: Gefällt uns die neue Website besser? Sondern: Erreicht sie die richtigen Menschen schneller, vermittelt sie Kompetenz und bringt sie mehr qualifizierte Kontakte?

Redesign-Erfolg messbar machen beginnt vor dem Launch

Viele Unternehmen schauen erst nach dem Go-live in ihre Zahlen. Das ist zu spät. Ohne Ausgangslage lässt sich kaum seriös beurteilen, ob sich etwas verbessert hat. Wer vorher nicht weiss, wie viele Anfragen über die alte Website kommen, wie lange Besucher:innen bleiben oder welche Seiten kaum gesehen werden, vergleicht später Bauchgefühl mit Bauchgefühl.

Der beste Zeitpunkt für die Messung ist deshalb die Planungsphase. Gemeinsam wird festgelegt, was die Website konkret leisten soll. Bei einem Installationsbetrieb können das mehr Angebotsanfragen sein. Für eine Personal Brand stehen vielleicht Terminbuchungen oder Newsletter-Anmeldungen im Vordergrund. Ein lokales Geschäft möchte möglicherweise mehr Routenplaner-Klicks, Anrufe oder Besuche im Schauraum erzeugen.

Ein Ziel pro Projekt reicht selten aus. Es braucht aber auch nicht zwanzig Kennzahlen. Entscheidend sind wenige Messwerte, die direkt zum Geschäftsmodell passen. Eine schöne Website ohne klare Zielsetzung ist wie ein hochwertiger Verkaufsraum ohne Eingangstür.

Erst den Ist-Zustand dokumentieren

Vor dem Redesign sollten zumindest drei bis sechs Monate an vorhandenen Daten gesichert werden. Saisonale Betriebe brauchen oft einen längeren Vergleichszeitraum. Ein Gartenbauunternehmen im Februar mit den Zahlen aus dem Mai zu vergleichen, führt sonst zu falschen Schlüssen.

Dokumentiert werden sollten nicht nur Besucherzahlen. Auch die wichtigsten Einstiegsseiten, die Geräteverteilung, Ladezeiten, Kontaktanfragen und die bisherige Conversion Rate gehören ins Bild. Wenn es noch keine verlässliche Analyse gibt, kann man zumindest interne Werte sammeln: Wie viele Website-Anfragen kommen monatlich herein? Wie viele davon passen tatsächlich zum Angebot? Wie oft wird dieselbe Frage telefonisch gestellt, weil die Website keine klare Antwort liefert?

Diese Daten zeigen nicht nur, ob das Redesign wirkt. Sie helfen auch dabei, die neue Seitenstruktur sinnvoll aufzubauen.

Die 8 KPIs, die bei einem Website-Redesign zählen

Nicht jeder KPI ist für jedes Unternehmen relevant. Die folgenden acht Kennzahlen decken jedoch die wichtigsten Bereiche ab - Sichtbarkeit, Nutzung, Vertrauen und Geschäftsergebnis.

  • Qualifizierte Anfragen: Nicht jede Kontaktanfrage ist gleich wertvoll. Messen Sie, wie viele Anfragen tatsächlich zu Ihrem Leistungsangebot, Budget und Einzugsgebiet passen.
  • Conversion Rate: Sie zeigt, wie viele Besucher:innen eine gewünschte Handlung abschliessen, etwa ein Formular absenden, anrufen oder einen Termin anfragen.
  • Klicks auf zentrale Calls-to-Action: Ein Button wie Angebot anfragen, Erstgespräch buchen oder Projekt starten muss genutzt werden. Sonst ist er zwar sichtbar, aber nicht überzeugend platziert oder formuliert.
  • Organischer Traffic: Steigt die Zahl der Besucher:innen über Suchmaschinen, kann das für bessere Struktur, relevante Inhalte und eine technisch sauberere Website sprechen.
  • Sichtbarkeit für relevante Suchbegriffe: Nicht jede hohe Position bringt Geschäft. Wichtiger sind Suchanfragen mit echter Kauf- oder Kontaktabsicht, etwa Webdesign Oberösterreich oder Fotograf Linz für Unternehmen.
  • Engagement auf Leistungsseiten: Werden zentrale Angebotsseiten gelesen, weitergeklickt und als Einstieg genutzt? Oder verlassen Besucher:innen die Seite sofort?
  • Ladezeit und Core Web Vitals: Eine langsame Website kostet Geduld, Vertrauen und häufig auch Sichtbarkeit. Besonders auf dem Smartphone zählt jede unnötige Sekunde.
  • Anteile mobiler Nutzung und mobile Conversions: Die meisten Websites werden heute mobil besucht. Entscheidend ist nicht nur, ob die Seite am Handy gut aussieht, sondern ob Anfragen dort auch einfach funktionieren.

Diese KPIs brauchen Kontext. Mehr Traffic ist kein Erfolg, wenn die zusätzlichen Besucher:innen nicht zur Zielgruppe gehören. Eine niedrigere Conversion Rate kann wiederum akzeptabel sein, wenn sich die Reichweite stark erhöht und die absolute Zahl qualifizierter Leads wächst.

Gute Zahlen entstehen nicht erst im Reporting

Messbarkeit ist kein nachträgliches Excel-Thema. Sie beeinflusst Design, Inhalte und Technik von Anfang an. Wenn Terminbuchungen ein Ziel sind, braucht die Website einen klaren Weg dorthin. Wenn Vertrauen vor dem Erstkontakt fehlt, müssen Referenzen, Bewertungen, Projektbeispiele und ein verständlicher Ablauf früh sichtbar sein.

Ein häufiger Fehler: Die Startseite soll alles gleichzeitig erzählen. Leistungen, Team, Unternehmensgeschichte, Karriere, fünf Zielgruppen und jede erdenkliche Detailfrage kämpfen dann um Aufmerksamkeit. Das Ergebnis wirkt vollständig, aber nicht klar.

Besser ist eine Seitenführung, die Prioritäten setzt. Wer über eine Google-Suche auf eine konkrete Leistung kommt, sollte in wenigen Sekunden verstehen, für wen das Angebot gedacht ist, welchen Nutzen es bringt und was der nächste Schritt ist. Erst dann folgen Details, Beispiele und Einwände.

Mikro-Conversions zeigen, wo Interesse entsteht

Nicht jede Person ist beim ersten Besuch bereit, ein Formular auszufüllen. Deshalb lohnt sich der Blick auf kleinere Signale. Dazu zählen Klicks auf Telefonnummern, Downloads, Videoaufrufe, Routenplaner-Klicks oder das Öffnen einer E-Mail-Adresse.

Diese Mikro-Conversions ersetzen keine echten Anfragen. Sie zeigen aber, an welcher Stelle Interesse entsteht und wo der Weg abbricht. Werden Projektbeispiele häufig angesehen, aber kaum Kontakte ausgelöst, fehlt möglicherweise ein passender nächster Schritt. Wird ein Kontaktbutton oft geklickt, das Formular aber selten abgeschickt, könnte es zu lang, zu unklar oder mobil zu umständlich sein.

Zahlen richtig vergleichen statt zu früh urteilen

Ein Redesign braucht Zeit, um sich im Alltag zu beweisen. Direkt nach dem Launch können Rankings schwanken, weil Suchmaschinen neue Seiten erst einordnen. Auch bestehende Kund:innen müssen sich manchmal an eine neue Navigation gewöhnen. Nach zwei Tagen ein Urteil zu fällen, ist daher wenig sinnvoll.

Für erste technische und Nutzersignale sind die ersten vier bis acht Wochen hilfreich. Für organische Sichtbarkeit und belastbarere Conversion-Daten empfiehlt sich häufig ein Zeitraum von drei bis sechs Monaten. Wie schnell Ergebnisse sichtbar werden, hängt von Branche, Saison, bisheriger Website, Werbemassnahmen und Suchvolumen ab.

Wichtig ist ein fairer Vergleich. Prüfen Sie gleiche Zeiträume, ähnliche Kampagnen und relevante externe Faktoren. Wenn gleichzeitig eine grosse Social-Media-Aktion läuft oder ein Unternehmen in der Region stark in den Medien vorkommt, lässt sich der Effekt nicht allein dem Redesign zuschreiben.

Ohne sauberes Tracking bleibt Erfolg Vermutung

Damit Zahlen verlässlich sind, muss das Tracking vor dem Launch eingerichtet und getestet werden. Formulare, Anruf-Klicks, Terminbuchungen und andere Ziele sollten technisch korrekt erfasst werden. Ebenso wichtig: Datenschutz und Einwilligungen müssen sauber berücksichtigt werden. Gerade in Österreich ist das kein Detail, das man erst später ergänzt.

Auch die Datenqualität zählt. Doppelt erfasste Events, Testanfragen aus dem eigenen Team oder fehlende Parameter können Berichte verzerren. Ein schlankes, korrektes Setup ist wertvoller als ein überladenes Dashboard mit Kennzahlen, die niemand nutzt.

Bei MaYE Media denken wir Messbarkeit nicht als Zusatz nach dem Webdesign, sondern als Teil eines digitalen Auftritts, der tatsächlich arbeiten soll. Design schafft den ersten Eindruck. Klare Struktur, starker Content und die richtige technische Basis entscheiden, ob daraus auch eine Handlung wird.

Aus den Daten konkrete Verbesserungen machen

Der grösste Fehler nach einem gelungenen Launch ist Stillstand. Eine Website ist kein gedruckter Folder. Sie kann auf Basis echter Nutzung laufend besser werden.

Wenn eine wichtige Leistungsseite viele Aufrufe, aber wenig Anfragen erhält, lohnt sich ein Blick auf Botschaft, Referenzen und Call-to-Action. Wenn mobile Nutzer:innen deutlich früher abspringen, können Bildgrössen, Textlänge oder Formularfelder die Ursache sein. Wenn ein bestimmtes Angebot unerwartet viel Interesse erzeugt, verdient es vielleicht einen stärkeren Platz auf der Startseite oder eigenen Content.

Nicht jede Änderung sollte gleichzeitig passieren. Wer Überschrift, Bilder, Seitenaufbau und Kontaktformular auf einmal umstellt, weiss danach nicht, was den Unterschied gemacht hat. Besser ist es, gezielt eine Annahme zu testen und die Wirkung zu beobachten.

Eine erfolgreiche Website muss nicht lauter werden. Sie muss klarer werden: für Ihre Zielgruppe, für Suchmaschinen und für Ihr Team. Wenn Ziele, Tracking und Weiterentwicklung von Beginn an mitgedacht werden, wird aus dem Redesign nicht nur ein frischer Look, sondern ein Auftritt, der nachvollziehbar mehr für Ihr Unternehmen leistet.

Raphael Bogner
Über den Autor
Raphael Bogner
Mediendesigner & Softwareentwickler

Raphael ist Founder von MaYE Media und seit 2020 selbstständig als Mediendesigner und Softwareentwickler. Er verantwortet Webentwicklung mit Next.js & React, Videoschnitt für Creator und KMUs sowie Hosting und Infrastruktur.

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