Delfin Massage Website
Die alte Website von Delfin Massage war sichtlich in die Jahre gekommen: Inhalte als Bilder, überholte Preise, zwei verschiedene Adressen und ein Logo, das noch „Mobile Massage“ versprach. Daraus ist ein ruhiger Onepager geworden, auf dem Leistungen, aktuelle Preise, Ablauf und Stornoregel stehen – alles, was sonst erst am Telefon geklärt wird.

Case Study Details
Projekt
Relaunch der Website für Delfin Massage, das Massagestudio von Alexandra Steinbacher im Wirtschaftspark Höhnhart – als schlanker Onepager, der die Fragen beantwortet, die sonst erst am Telefon geklärt werden.
Ausgangslage
Alexandra ist seit 2011 selbstständig als Masseurin tätig. Die bisherige Website stammte aus einer Zeit, in der Delfin Massage noch als mobile Massage unterwegs war. Seitdem hat sich einiges getan: Aus dem mobilen Angebot ist ein eigenes Studio in Höhnhart geworden, die Preise haben sich verändert – nur die Website ist stehen geblieben.
Challenge
Die alte Seite hat mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Die Startseite zeigte ein Zitat und einen Satz, sonst nichts. Große Teile der Seite, vom Menü bis zur Preisliste, waren als Bilder eingebaut – für Google praktisch unsichtbar und am Handy kaum lesbar. Je nach Unterseite stand im Footer eine andere Adresse, das Logo versprach noch „Mobile Massage“, und die Preise waren längst überholt: Wer sich daran orientierte, rechnete mit falschen Beträgen. Die Leistungen standen nur als Liste von Namen da, ohne ein Wort dazu, was einen erwartet.
Dazu kam eine Vorgabe, die man bei Massage-Websites leicht übersieht: Alexandra ist gewerbliche Masseurin. Alle Texte mussten Entspannung und Wohlbefinden beschreiben, ohne Heilversprechen – und trotzdem verständlich machen, was bei einer Lymphdrainage oder Akupunktmassage eigentlich passiert.
Approach
- Ein Onepager statt vier Unterseiten: Über mich, Leistungen, Preise, Ablauf und Kontakt stehen auf einer Seite, der Button „Termin vereinbaren“ ist im Header immer sichtbar. Wer die Seite öffnet, scrollt einmal durch und weiß alles, was er vor dem ersten Termin wissen will.
- Leistungen, die man versteht: Jede der acht Leistungen hat jetzt einen kurzen Einstieg und eine Beschreibung, was einen erwartet – formuliert als Entspannung und Wohlbefinden, passend zum Gewerbe. Neben der Liste wechselt beim Scrollen das Bild, am Desktop wie am Handy.
- Aktuelle Preise, klar gegliedert: Die gültige Preisliste kam von Alexandra direkt als Foto und steht jetzt als übersichtliche Tabelle mit 30 und 50 Minuten auf der Seite, Extras wie Kinesio-Tape und Aroma-Öl darunter. Die veralteten Beträge der alten Seite sind damit Geschichte.
- Ablauf und Stornoregel: „Gut zu wissen“ beantwortet die typischen Fragen vor dem ersten Termin, etwa zu Kleidung und Essen. Die Stornoregel steht klar im Kontaktbereich – damit ist sie vor der Buchung bekannt und nicht erst im Fall der Fälle.
- Über mich, bewusst kurz: Alexandra wollte nicht viel über sich selbst lesen. Also zwei Sätze, ein echtes Foto aus dem Studio und ihre Ausbildungen – genug für Vertrauen, ohne Selbstdarstellung.
- Kontakt ohne Umwege: Telefon, WhatsApp und E-Mail stehen nebeneinander, die Adresse mit Routenplaner direkt darunter. Die Karte im Footer lädt erst nach Zustimmung, damit keine Daten ungefragt an Google fließen. Termine gibt es weiterhin nach Vereinbarung – ohne Buchungstool, weil Alexandra es so haben möchte.
- Design aus dem Logo: Die Farben kommen direkt aus dem Delfin-Logo, das jetzt als gestochen scharfe Vektorgrafik eingebunden ist; das Wellenmotiv trennt die Abschnitte, im Hero bewegt sich ruhiges Wasser. Ein Look, der zum Namen passt, ohne verspielt zu wirken.
Outcome
Delfin Massage hat einen Auftritt, der zum heutigen Studio passt: eine Adresse, aktuelle Preise, verständliche Leistungen und drei direkte Kontaktwege. Die Seite ist für Google lesbar, am Handy angenehm zu bedienen und beantwortet die Standardfragen, bevor jemand anrufen muss.
Lessons Learned
Eine veraltete Website kann mehr schaden als gar keine – falsche Preise und eine alte Adresse erzeugen Rückfragen und im schlimmsten Fall Misstrauen. Beim Relaunch lohnt es sich deshalb, nicht nur neu zu gestalten, sondern jede einzelne Angabe mit der Kundin gegenzuprüfen. Zweite Erkenntnis: Gerade bei gesundheitsnahen Dienstleistungen gehört die rechtliche Einordnung an den Anfang des Projekts und nicht ans Ende. Welche Begriffe man verwenden darf, bestimmt den Ton der ganzen Seite.


